Verbreiteter als gedacht

Schilddrüsenknoten sind außerordentlich häufig. Studien zeigen, dass bei Ultraschalluntersuchungen bei bis zu 50 Prozent der Erwachsenen in Deutschland Knoten in der Schilddrüse gefunden werden. Die allermeisten davon sind gutartig und verursachen keinerlei Beschwerden. Dennoch sollten Knoten ärztlich abgeklärt werden, da in seltenen Fällen bösartige Veränderungen dahinterstecken können.

Wie entstehen Schilddrüsenknoten?

Die Entstehung von Knoten hat verschiedene Ursachen. Zu den häufigsten zählen:

Welche Untersuchungen werden durchgeführt?

Wenn ein Knoten durch Abtasten, Zufall oder gezielte Untersuchung entdeckt wird, sind folgende diagnostische Schritte üblich:

Heiße und kalte Knoten

In der Nuklearmedizin unterscheidet man zwischen heißen und kalten Knoten. Heiße Knoten sind stoffwechselaktiv und produzieren Hormone; sie sind so gut wie immer gutartig, können aber eine Überfunktion verursachen. Kalte Knoten nehmen kein radioaktives Jod auf; sie sind zwar meist ebenfalls gutartig, aber in diesem Bereich ist das Risiko einer bösartigen Veränderung höher.

Der Begriff kalt und heiß bezieht sich ausschließlich auf die Aktivität in der Szintigrafie und nicht auf die tatsächliche Temperatur des Gewebes.

Regelmäßige Kontrolle ist entscheidend

Ob und wie ein Schilddrüsenknoten behandelt werden muss, hängt von mehreren Faktoren ab: Größe, Wachstumsgeschwindigkeit, Funktion und Beschaffenheit. Viele Knoten werden zunächst nur beobachtet und in regelmäßigen Abständen per Ultraschall kontrolliert. Wächst ein Knoten schnell oder zeigen sich im Ultraschall auffällige Merkmale, werden weitere Schritte eingeleitet. Frühzeitige Diagnose und Kontrolle sind der beste Schutz.